Sölden feiert Beziehungen mit Japan
(OTS) Eine 10-köpfige Abordnung aus Sölden war unlängst zu Besuch in der japanischen Partnerstadt Minami Uonuma (einst Shiozawa), um eine seit 25 Jahren bestehende Partnerschaft zu erneuern. Am Programm standen unter anderem Besuche im japanischen Parlament und bei der Skilegende Kiharu Igaya. Das Ötztal verspricht sich touristische Wertschöpfung durch Kontakte zu einem der größten japanischen Reiseveranstalter.
Ernst Schöpf leitete die Reisegruppe, der als Vertreter des Ötztal Tourismus auch Ewald Schmid angehörte. Anlass des Besuchs war die feierliche Erneuerung einer seit 25 Jahren bestehenden Partnerschaft mit der Stadt Shiozawa. Diese heißt nach einer Verwaltungsreform nun Minami Uonuma. Ein Namenswechsel, der nun in die entsprechenden Partnerschaftsdokumente aufgenommen wurde. Der 7-tägige Japan-Aufenthalt war für die Gäste aus dem Ötztal mit einem dichten, teils protokollarischen Programm verbunden. Denn neben Besuchen bei den Gastgebern im Partnerort wurden Schöpf & Co. sogar im japanischen Parlament von Außenminister Tarō Asō empfangen. Dieser würdigte in einem Gespräch die besondere Rolle der Partnerschaft im Dienste der Völkerverständigung. „Asō vergaß nicht darauf hinzuweisen, dass er selber ein begeisterter Skiläufer ist und ihm Sölden durchaus ein Begriff ist“, berichtet Ernst Schöpf.
Besuch bei „Rivale“ von Toni Sailer
Mit einer japanischen Sportlegende trafen die Ötztaler ebenfalls zusammen. Chiharu Igaya, 1956 hinter Toni Sailer Silbermedaillen-Gewinner bei den Olympischen Winterspielen, ist bis heute Japans einziger Skiläufer, der bei einer Olympiade eine Medaille gewinnen konnte. „Igaya wird in Japan noch immer als Kultpersönlichkeit verehrt. Er ist ein großer Freund des österreichischen Skisports“, so Schöpf. Neben Besuchen in der alten Kaiserstadt Kyoto und in Hiroshima wurden wirtschaftliche Kontakte geknüpft. „Mit JR East View Travel Service, dem Reiseveranstalter der Japan Airlines, haben wir Möglichkeiten erörtert, einige Tagesaufenthalte in japanische Europatouren zu integrieren. Die Gespräche sind sehr viel versprechend verlaufen, wir arbeiten nun entsprechende Angebote aus“, berichtet Ewald Schmid von Ötztal Tourismus. Ernst Schöpf selbst referierte im Rahmen einer Informationsveranstaltung auch über die Strukturen der Ötztaler Tourismuswirtschaft.

Empfang im japanischen Parlament (v.li): Außenminister Tarō Asō mit Ernst Schöpf und Ischiro Iguchi, Bürgermeister der Sölder Partnerstadt Minami Uonuma. Foto: Ewald Schmid
Alpine X-Games im Ötztal …
… so ähnlich jedenfalls die Zielrichtung des Top2bottom-Contests, für das zehn Spitzensportler eine Richtzeit aufstellten, begleitet von Kameras.
Die zehn modernen Heroen listen sich wie folgt auf: Isidor Grüner aus Österreich (Vizeweltmeister im Skiercross), Mathias Roten aus der Schweiz (Speedflying, 2x World Cup-Sieger Team-Paragliding), Amelie Kober aus Deutschland (Snowboard-Silber Turin 2006, WM Arosa 2007), Roli Hafner aus der Schweiz (Skateboard Downhill, “Stand Up King”), Dominik Steffen aus der Schweiz (Top-Paraglider, Acro-Pilot), Max Longrees aus Deutschland (Streetbiking, Amateur-Weltmeister Ironman Hawaii), Manuel Bustelo aus Argentinien (Mountainbike Freerider, Anden-Erstbefahrungen), David Lama aus Österreich (Klettern, u.a. Europameister Bouldern 2007), Christian Schiester aus Österreich (Running, u.a. Sieger Himalaja Run) und Schorschi Schauf aus Deutschland (Kajak-Abenteurer, Erstbezwinger Rheinfall)
Was ist nun die Aufgabenstellung des Ganzen: Start ist die Wildspitze als höchster Gifpel der Ötztaler Alpen auf 3.774 Metern im Anschluß müssen die Teilnehmer 3.075 Höhenmeter und 70 Kilometer von der Spitze an die Talebene so schnell als möglich zurücklegen.
Die Bestzeit lautete dann fünf Stunden, zwei Minuten und 50 Sekunden.
Weitere Infos zum Ganzen unter: www.top2bottom.eu
Hier die zehn Topathleten, die die Richtzeit für kommende Herausforderer setzten.
Foto: Uwe Fischer
Ötztaler Touristiker holen sich die Silbermedaille …
… einen zweiten Rang beim wichtigsten Tourismus-Werbepreis Österreich konnte sich der Ötztal Tourismus mit seinem Imageprospekt sichern. Insgesamt 131 Kataloge wurden zur Bewertung eingereicht von Tourismusregionen, Hotels und Reiseveranstaltern. In der Kategeorie “Kataloge & Prospekte Destinationen” wurden gleich zwei Prospekte ausgezeichnet. In der Gesamtwertung schaute dann Rang 2 für die Ötztaler mit ihrem Imagekatalog heraus.

Christopher Norden (li.) vom Fachmagazin Tourismuswirtschaft Austria International übergab die Auszeichnungsurkunde an Yvonne Auer und Oliver Schwarz. Foto: Ötztal Tourismus
Usbekischer Boxchamp im Ötztal …
… Ruslan Chagaev, seines Zeichens frischgebackener Schwergewichts-Weltmeister macht mit seiner Familie Urlaub im Aqua Dome - Tirol Therme Längenfeld. Als usbekischer Volksheld gefeiert regeneriert sich der als “weißer Mike Tyson” titulierte Boxchamp in Längenfeld nach dem Kampf.
Mehr Boxer im Ötztal soll es wieder im Dezember bei der von Pro Boxing Austria organisierten Eurosport Fight Night zu sehen geben. Promoter Hans Neuner verspricht noch bessere Kämpfe sowie weitere Events, wie ein Gipfeltreffen der Weltboxjournaille mit einem Box-VIP. Im Gespräch sind neben Legende George Foreman, auch Manager Don King oder Mike Tyson. Bei letzterem dürfte die Teilnahme im Ötztal schwerer zu bewerkstelligen sein, sitzt er doch noch hinter den bekannten schwedischen Gardinen.

Ruslan Chagaev auf Ötztaltour mit Promoter Hansi Neuner.
Stumme aber emotionale “Fans” …
… am 8. Juni findet die Eröffnung der Ausstellung “Den Emotionen freien Lauf lassen …” vom Südtiroler Holzkünstlerkollektiv unika im Aqua Dome in Längenfeld statt. Zu sehen sein werden den ganzen Sommer rund 30 Figuren, die “Fans” darstellen.
Erster Vorgeschmack im Video zu anbei - powered by oetztal.tv
Kletterbotschafter David Lama auf Filmdreh …
… gerade wenige Stunden nach seinem Sieg beim Weltcupauftakt in Imst war Kletterass David Lama im Gebiet bei Niederthai unterwegs für eine Sportreportage des ZDF. Gemeinsam mit Lokalmatadorin Barbara Bacher soll der Ausnahmeathlet, das Ötztal als Kletterzentrum noch bekannter machen.

Am Tag zuvor noch beim Weltcup in Imst auf Platz 1 geklettert …

… war David Lama am nächsten Tag schon beim Filmen in Niederthai.

Sollen dem Ötztal als Kletterzentum noch mehr Schwung verleihen. Barbara Bacher und David Lama.
Die Sportreportage über David Lama ist am Sonntag, den 20. Mai um 17.10 Uhr im ZDF zu sehen.
Neuer Führer für das Ötzi-Dorf …
(ots) Nur wenige Tage nach der Saisoneröffnung des Ötzi-Dorfes in Umhausen wurde von Univ. Prof. Dr. Walter Leitner, dem Autor, der neue Führer zum archäologischen Freilichtpark im Ötztal vorgestellt. Auf 52 Seiten wird einerseits ein straffer Überblick über die prähistorischen Hintergründe vermittelt, andererseits das in den letzten Jahren deutlich erweiterte Angebot des Ötzi-Dorfes vorgestellt. Neben Schilderungen zur Entstehungsgeschichte des Ötzi-Dorfes und einem kurzen Abriss zur Geschichte des sensationellen Fundes der Gletschermumie bestimmen überblickende Kapitel zur Jungsteinzeit den bewusst kompakt gestalteten und reich illustrierten Band. Für das Institut für Archäologien der Universität Innsbruck bedeutet die Veröffentlichung dieser populärwissenschaftlichen Publikation eine zusätzliche Sensibilisierung der Bevölkerung für die Ur- und Frühgeschichte, insbesondere im Alpenraum. Nach übereinstimmender Zielsetzung des wissenschaftlichen Leiters, Prof. Dr. Walter Leitner, und des Geschäftsführers des Ötzi-Dorfs, Leonhard Falkner, soll der neue Führer maßgeblich dazu beitragen, den Besucherinnen und Besuchern des Freilichtparks eine persönliche Beziehung zum Leben vor etwa 5.000 bis 8.000 Jahren zu vermitteln. „Wie haben die Menschen in dieser Zeit gelebt? Wie haben sie gewirtschaftet und gewohnt?“, lauten die Fragen ebenso, wie: „Welche Tiere haben sie gejagt bzw. domestiziert, welche Pflanzen kultiviert? Wie bestand es um ihren Jenseitsglauben und welche Kultrituale praktizierten sie?“. Durch die genaue Beschreibung der Anlage und der Erklärung der jeweiligen Exponate auf dem aktuellen Stand ergänzt der Führer bewusst das Angebot von Führung und Audio-Guide. „Die Möglichkeit, Wissenswertes vor- und nachlesen zu können bedeutet einen zusätzlichen Nutzen, von dem wir uns auch verstärkte Besuchsfrequenzen und damit einen zusätzlichen Impuls für die Region erwarten“, lobt Bgm. LA Mag. Jakob Wolf die Werbewirksamkeit der informativen Broschüre.
Die Konzeption des Bandes ermöglicht auch seine Verwendung als „Werbeträger“ im wahrsten Sinn des Wortes. Eine im hinteren Umschlag integrierte Tasche soll zukünftig Informationen zu Sonderschauen oder Zusatzinformationen für Touristiker enthalten. An eine sprachliche Ausweitung des derzeit in 6.000 Exemplaren in Deutsch und Englisch erschienenen Führers auf Italienisch, Französisch und Niederländisch wird bereits gedacht.
Vorerst wird der neue Führer um 4,50 Euro nur an der Kassa des Ötzi-Dorfes, sowie in Partnereinrichtungen verkauft. Darunter befindet sich auch das Eismann-Museum in Bozen mit 200.000 Besuchern jährlich. Finanziert wurde das Projekt unter anderem aus Eigenmitteln und durch die Unterstützung der Kulturabteilung des Landes Tirol, die Gemeinde Umhausen, den TVB Ötztal, die Raiffeisenbanken und die Tiroler Wasserkraft.

Foto: Thomas Ploder