Keine Suche ins Leere …
… das verspricht E-Marketer Werner Elmer aus Längenfeld im Ötztal. Der Tourismus- und Internetspezialist (siehe Bio) bietet mit seinem Unternehmen Online-Marketing für Tourismusbetriebe an. Vor seiner Reise zur OMD (Messe für online-marketing-düsseldorf) gab Elmer dem Ötztalblog noch ein Interview über seine Tätigkeit.
OETZTALBLOG: Was macht ein E-Marketer?
WERNER ELMER: Ich beschäftige mich tagtäglich mit dem Thema eMarketing und habe mich primär auf die Branche Tourismus und auf Suchmaschinen spezialisiert. Wenn man bedenkt, dass 85 % der Reisenden Ihre Urlaubssuche auf den Suchmaschinen Google, Yahoo & Co beginnen, sieht man den Stellenwert dieser Vertriebskanäle. Alleine auf der Suchmaschine Google werden täglich ca. 5 Mio. deutschsprachige reisebezogene Suchanfragen durchgeführt.
OETZTALBLOG: Sind die Tiroler Touristiker schon alle im Internet angekommen oder gibt es Nachholbedarf?
WERNER ELMER: Erfolgreiche Touristiker kommen an diesem wichtigen Thema nicht vorbei. Ob jetzt alle Tiroler Touristiker im Internet angekommen sind kann ich nicht beurteilen. Die erfolgreichsten Hotels und Regionen haben den Stellenwert dieses Mediums aber sicherlich erkannt und sind präsent.
“AM WICHTIGSTEN SIND FÜR MICH SUCHMASCHINEN”
OETZTALBLOG: Was ist notwendig um im Internet wahrgenommen zu werden, neben der Internetpräsenz?
WERNER ELMER: Am Wichtigsten sind für mich die Suchmaschinen. Gibt ein Benutzer Suchbegriffe in das Suchfeld einer Suchmaschine ein, steckt eine gewisse Absicht dahinter. Die Frage lautet also nicht mehr “was”, sondern “wo” und “wie” kann man die gewünschte Dienstleistung beziehen.
Die Auffindbarkeit über solche Suchdienste ist daher von entscheidender Bedeutung für den Tourismus. Der Betrieb erscheint nämlich genau zu dem Zeitpunkt, wenn ein potentieller Gast nach der Dienstleistung sucht. Zudem sind Suchmaschinen der kostengünstigste Vertriebskanal. Weiters muss ich mir überlegen, welche zusätzlichen Vertriebskanäle für mich interessant sind. Diverse Reise- und Hotelbuchungsportale bieten wesentlich bessere Konditionen (Provisionen) an, wie herkömmliche Reiseveranstalter.
BEWERTUNGSPLATTFORMEN BEOBACHTEN
Natürlich sollte ich auch wissen, wie man im Netz über mich spricht. Diverse Bewertungsplattformen müssen beobachtet und betreut werden und ich muss auch professionell mit Kritik umgehen können. Das ist kein neues Thema, ein professionelles Beschwerdemanagement war schon immer wichtig und das Thema Empfehlungen hatte schon bisher einen hohen Stellenwert im Tourismus. Nur sind derartige Kritiken (positive und negative) jetzt für Jedermann im Internet ersichtlich und abrufbar. Zudem sollte man sich überlegen, wie man positive Empfehlungen auf diesen Kanälen forcieren kann. In diesem Zusammenhang gilt es daran zu denken, dass über Mundpropaganda negative Kritiken an 10 Leute weitergegeben werden, positive maximal an drei Personen. Im Internet ergibt sich eine völlig neue Dimension in dieser Hinsicht.
OETZTALBLOG: Beherbergungsbetriebe erhalten eine Vielzahl an Angeboten von kostenpflichtigen Urlaubsportalen. Wo muss man präsent sein?
WERNER ELMER: Das kann von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich sein. Das schöne am eMarketing ist, dass alles gemessen werden kann. Wichtig ist, dass man diese Möglichkeit nutzt und gegebenenfalls im nächsten Jahr entsprechend reagiert. Ein Besucher über eine Plattform sollte mich nicht mehr wie 1,- Euro bis 1,5 Euro kosten. Ansonsten gibt es günstigere Kanäle.
OETZTALBLOG: Reicht es für kleine Vermieter aus auf einer TVB-Plattform vertreten zu sein oder geht man auch dort in der Vielzahl der Angebote unter?
WERNER ELMER: Ich empfehle die Möglichkeiten auf der TVB-Plattform auszunutzen und evtl. kleine zusätzliche Aktivitäten noch selbst durch zu führen.
OETZTALBLOG: Ist es empfehlenswert bzw. möglich als Hotelier selber E-Marketing zu betreiben?
WERNER ELMER: eMarketing kann vom Hotelier auch selbst durchgeführt werden. Wichtig ist, dass man sich mit diesem wichtigen Thema beschäftigt und dass der Erfolg gemessen wird. Aus Fehlern sollte man lernen. Es hängt natürlich auch von der Größenordnung des Budgets ab. Bei Budgets ab 1.500,- Euro monatlich würde ich mir eine Agentur suchen

E-Marketer Werner Elmer aus Längenfeld sorgt dafür, dass touristische Betriebe im Internet gefunden werden.
- Kurzbio von Werner Elmer als PDF: emarketer-werner-elmer.pdf
Barbara Bacher bei der Kletter-WM in Spanien …
… die Tiroler Kletterdamen bestätigten bei der Weltmeisterschaft im spanischen Aviles wieder ihre Ausnahmestellung mit zwei Goldmedaillen (Vorstieg: Angie Eiter - Bouldern: Anna Stöhr). Mit dabei auch das Längenfelder Kletteraushängeschild Barbara Bacher, die im Boulderbewerb, leicht verletzt, auf den 19. Rang kam. Im Vorstiegbewerb kam die Längenfelderin auf den 15. Endrang. Weitere und ausführlichere Infos zu der Kletter-WM aus österreichischer Sicht unter: www.oetztalclimbing.com
Barbara Bacher aus Längenfeld bei der Kletter-WM im spanischen
Aviles. Foto: Wilhelm
Langsamer Abschied von den eisernern Riesen …
… die Zeit meint es nicht gut mit den Gletschern und so sind Glaziologe, wie Dr. Ludwig Braun von der Bayrischen Akademie der Wissenschaften Zeitzeugen für das Verschwinden dieser Naturgiganten. Bei einer Exkursion des Naturpark Ötztal führte der Forscher eine Gruppe Interessierter zu der Pegelstation am Vernagtbach (2.640 m), wo seit über 30 Jahren die Abflussverhältnisse und das Klima aufgezeichnet werden.
Bei einer anschließenden Visite des Vernagtferners gab es die einzigartige Möglichkeit rund 300 Meter unter dem Gletscher durchzugehen und unvergessliche Eindrücke zu erhalten. Der begeisternde Gletscherforscher rechnet damit, dass der Vernagtferner bis spätestens im Jahr 2.100 verschwunden sein wird. Grund genug, sich dieses Naturereignis anzuschauen, solange es noch da ist …
Wer möchte, kann den Gletscher auch hörbar erleben, ohne anstrengende Wanderung. Der Soundkünstler Kalle Laar hat ein Mikrofon an der Pegelstation installiert. Unter der Telefonnummer 0049-89-3791-4058 ist das Schmelzen des Gletschers jederzeit über die Telefonleitung wahrnehmbar (www.callingtheglacier.org)
Ausführliche Darstellungen und aktuelle Informationen unter: www.glaziologie.de

Die Pegelstation am Vernagtbach auf 2.640 Meter.

Dr. Ludwig Braun (li.) erklärte leicht verständlich die Forschungseinrichtung.



Unter dem eisenern Riesen - Mitten drin im Vernagtferner.



Ein- und Ausblicke inmitten des Vernagtferners.
Ötztal Card ein Renner …
Der Sommer 2007 bringt einen neuerlichen Verkaufsrekord für die Ötztal Card. Unter dem Motto “Steck dir das Tal in die Tasche” nützen immer mehr Urlauber das kompakte Angebot der Karte. Bereits über 15.000 Karten wurden heuer abgesetzt. Liegt die Anzahl der abgesetzten Ötztal-Cards schon jetzt über 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, erwartet man sich beim Ötztal Tourismus bis zum Ausklingen der Saison noch eine weitere Steigerung.Bis 7. Oktober besteht für Ötztal-Urlauber noch die Möglichkeit mit der Karte die Ötztaler Berwelt zu erkunden.


Ein einmaliger dreistündiger Eintritt in den Aqua-Dome ist bei den 7- und 10-Tages-Angeboten
der Ötztal-Card inkludiert. Knapp 6.000 Eintritte konnten so verzeichnet werden.
Fotos: Ötztal Tourismus
Wanderbarer, wunderbarer Herbst …
… was in Amerika unter dem Titel “Indian Summer” läuft ist in ähnlicher Form auch erlebbar - der Herbst als ideale Zeit des Wanderns in den Bergen. Der Kontrast von verschneiten Gipfeln mit der Natur im Tal zieht auch in der Nachsaison noch viele Urlauber an.

Weg zur Sulztaler Alm bei Gries in Längenfeld.

Herrliche Ausblicke im Wanderherbst.


Zahlreiche Hütten, wie hier die Sulztaler Alm haben bis in den Oktober geöffnet.
Ötztal Blog im Osten …
… da ja seit einigen Jahren die Gäste aus Tschechien, Polen und Russland zunehmend ins Ötztal kommen, ging das Ötztal-Blog als eine Art Gegenbesuch auf Polenreise. Kurz gesagt: Das Land ist eine Reise wert, wenn man sich denn nicht vor den gängigen Klischees fürchtet (à la “Kommen Sie nach Polen. Ihr Auto ist schon da”.) Solch furchtsamen Seelen sei die Lektüre des Buches “Polen für Anfänger” (ISBN 83-221-0705-6) angeraten, dort werden Land und Leute treffend beschrieben.
Während in Westeuropa sich langsam eine Art Konsummüdigkeit breit macht, ist es in Polen ganz gegensätzlich. Vor allem in den großen Städten kommt man an modernen Riesenkaufhäusern nicht vorbei. Bestes Beispiel die neue Mall beim Warschauer Hauptbahnhof, von dessen oberster Etage sich durch die Kuppel ein wunderbarer Blick auf den Palast der Republik (über 200 Meter hoch) ergibt. Sozialismus ade, kann man da nur sagen.
Ein wahrer Kulturschock ist für den Normal-Tiroler wahrscheinlich der Besuch von Polens Wintersporthauptstadt Zakopane, die vornehmlich von den Skispringern bekannt ist. Wer annimmt, gerade im Sommer, in ein verschlafenes Nest zu kommen, der irrt gewaltig. Wahre Menschenmassen drängen sich durch den Ort, in dem sich an der Flaniermeile Geschäft an Geschäft drängt - Amerikanische Fastfoodketten fehlen dabei natürlich auch nicht. Während im Ötztal der Aqua Dome ein Alternativangebot darstellt, heisst das polnische Format Aqua Park. Der Weg zur Seilbahn in der 30.000-Einwohner-Kommune stellte sich beim Besuch auch als wahrer Spießrutenlauf dar, denn um dorthin zu kommen galt es sich durch einen Markt mit Kunst, Kitsch und Krempel zu wühlen.
Zulassen statt reglementieren - Dieses Motto offenbarte sich am Berg angekommen. Während man im Ötztal darüber diskutiert, ob drei Hochseilgärten in drei Nachbargemeinden möglich sind, fand man am Berg von Zakopane gleich zwei solcher Einrichtungen in einigen hundert Meter Entfernung voneinander.
Überzeugend ist die Gastfreundschaft der Polen (nachzulesen auch im Buchtipp), die als heilig gilt. Gleiches gilt auch für die Preissituation. Amtliche Währung ist noch der polnische Zloty und so kostet ein ausgiebiges Mahl beispielsweise in Zakopane gerade mal 6,- Euro. Angezogen dazu haben im Gegensatz aber die Preise für die Unterkünfte.
Aber warum fahren die Polen, wenn es so billig im eigenen Land ist, überhaupt nach Österreich? Mehrheitliche Meinung einiger Befragter polnischer Bürger. Der Preis für einen Wintersporturlaub in Polen unterscheide sich nicht groß von jenem in Österreich. Ein Grund zum Schmunzeln: Da die Polen im eigenen Land über derart viele schlechte Straßen mit vielen Schlaglöchern verfügen, genießen sie es, ihr Auto mal richtig ausfahren zu können. Auch wenn die Anreise tausende Kilometer beträgt.
Fazit: Für Ballermannurlauber wohl keine Alternative, aber all jene die einen Blick über den Tellerrand riskieren wollen, sollten Polen in Erwägung ziehen. Es gibt viel zu entdecken und sowohl den touristischen Massenstrom als auch einsame Pfade “off the beaten track”. Do widzenia (Auf Wiedersehen!)

Höhepunkt im Osten ist die alte Hansestadt Gdansk (Danzig).

Der Ötztalblog auf dem Kanal von Elblag nach Ostroda.

Kurbadflair in Polanica Zdrój im Westen von Polen.

Sehenswert bei Tag und bei Nacht - Gdansk.

Der aktuelle Stand der Lifttechnik in Polen. Mitnichten dieses gute alte Stück ins
Zakopane gehört wohl ins Museum, denn …..

… moderne Technik regiert.

Was den Tirolern ihr Lederhosenstil schaut in Polen so aus. Typisches Haus aus Zakopane.

Manche Dinge ähneln sich doch, wie hier die “Stangger”.

Mehrere Klettergärten in unmittelbarer Umgebung - Kein Problem in Polen.
Stuibenfall kommt auf die Voegel …
… Zuletzt gab es einiges an Diskussionen, ob der Stuibenfall, denn zu recht den Titel als hoechster Wasserfall Tirols traegt. Wie auch immer mit dem reichhaltigen Angebot, die in den letzten Jahren rund um den Wasserfall geschaffen wurden, nimmt er auf jeden Fall eine Alleinstellung ein. Zuletzt wurden beim traditionellen Stuibenfallfest, die neuen Plattformen eingeweiht, die neue spektakulaere Einblicke auf den Wasserfall gewaehren.
Spektakulaer gestaltet sich auch die Zukunft - soll doch ab dem naechsten Jahr eine Greifvogelschau noch mehr Besucher anlocken.




